DIE STATION

Die heutige Greifvogelpflegestation Stettfeld wurde 1984 von Evi und Günther Gabold in Merkendorf bei Bamberg gegründet und ab 1986 als staatlich anerkannte Greifvogelauffangstation geführt. Nachdem der Pachtvertrag für das Grundstück in Merkendorf 1994 endete und nicht mehr verlängert werden konnte, kaufte Familie Gabold ein Haus mit ca. 1000 m² Grund in Stettfeld.

Nach ungefähr einem Jahr Bauzeit konnten dann erstmals wieder verletzte Greifvögel aufgenommen werden.

Im Mai 2001 verstarb Evi Gabold. Für Günther Gabold wurde es immer schwieriger, die Station alleine weiter zu führen, bis aus überwiegend finanziellen Gründen im Frühjahr 2008 die Einrichtung vorerst geschlossen werden musste. Mit Unterstützung der Gemeinde Stettfeld und durch den Einstieg einer jungen Falknerin konnte der Betrieb im Frühjahr 2012 wieder aufgenommen werden.

Nach zwei Jahren führte der berufliche Werdegang die Kollegin in's Ausland und Günther betreibt die Station fortan wieder alleine, mit Unterstützung wechselnder Helfer für alltägliche Arbeiten.

Im Jahr 2015 erhielt die Station vom Landratsamt Haßberge den Status einer "tierheimähnlichen Einrichtung" gemäß §11 Abs. 1 TierSchG. Die Kooperation mit der Tierschutzinitiative Haßberge e.V. ermöglicht außerdem das Ausstellen von Spendenquittungen für zweckgebundene Spenden an die Greifvogelpflegestation Stettfeld.

2018 trifft mit Heiko Hannig - zuerst als Besucher und Interessent für die Arbeit mit Greifvögeln - erneut ein junger Unterstützer auf Günther Gabold. Heiko Hannig macht 2019 die nötigen Sachkunde-Nachweise und lernt parallel durch fast tägliche Arbeit auf der Station die praktischen Fähigkeiten.

In der Folge wird ein digitales Dokumentationssystem für unsere Pfleglinge eingeführt und Günther und Ingo beginnen mit dem Bau einer neuen Volierenanlage.  Zwei zusätzliche kleine Abteile und eine Großvoliere entstehen, um der jährlich wiederkehrenden Raumnot zu begegnen.

Im Jahr 2020 werden Regelungen zur künftigen Verantwortlichkeit und Nachfolge getroffen. Die Öffentlichkeitsarbeit soll wieder intensiviert werden, neue Informationsmaterialien werden erstellt, die Internetseite erneuert.

Gemeinsam hoffen wir, unserer Region noch lange Hilfe für Greifvögel bieten zu können. Die Zukunft hängt aber nicht nur vom Engagement und Willen der ehrenamtlichen Betreiber ab, sondern immer auch von der Unterstützung durch die Gemeinde und die Spendenbereitschaft der Mitbürger.

UNTERSUCHUNGSRAUM

AUFZUCHT-/BEOBACHTUNGS-BOX

VOLIEREN-NEUBAU

MERKENDORF   (1984-1994)

STETTFELD